Montag, 7. September 2009

Letzte Abend mit Katrien

Zum Abschiedsessen gingen wir "Yuka-dining" - Abendessen auf einer Terrasse Kamo-Fluss. Am Nachbartisch saßen ein paar Studenten der Kyoto Uni und so hatten wir nach dem Essen gleich Karaoke-Singpartner ;)







Sonntag, 6. September 2009

Kiso-Komagatake (木曽駒ヶ岳)

Der Kiso-koma ist mit knapp unter 3000 Metern der grösste Berg der Zentralalpen (中央アルプス - gesprochen: Chūō Arupusu) von Nagano. Hinaufzukommen ist ganz leicht, eine Gondel geht bis 2,611.5 Meter hoch. Diese Gondel geht somit am höchsten hinauf in ganz Japan.

So eine Wanderung am Wochenende muss gut geplant sein, denn die schönen Berge in Japan sind am Wochenende mit Touristen generell überfüllt und man will ja nicht langsamer im Stau hinaufgehen müssen. Daher zelteten wir in der Nähe, standen um 5 Uhr 30 auf und saßen um 8 Uhr im Bus in Richtung Talstation. Katrien und ich waren recht erstaunt, als da schon 100erte Leute vor uns anstanden. Aber wir mussten nur 30 Minuten warten, bis wir hinauffahren konnten!


Oben angekommen war das Wetter traumhaft:


Wir gingen zu 2 Bergspitzen, lange Pausen gab es keine - je länger man braucht, umso mehr Leute kommen nach oben! Zur Mittagspause waren wir schon wieder bei der Bergstation und Hiro holte uns eine Wartekarte für die Talfahrt. Perfekt organisiert, um 13 Uhr fuhren wir schon wieder ins Tal!

Für dieses Foto mussten wir uns eine Weile anstellen:


Der Weg zum nächsten Berggipfel war eine leichte Kletterpartie, auch für das nächste Gipfelfoto musste man sich etwas anstehen - jeder will natürlich ein Bild von sich mit dem Schild:


Katrien bekam besonderen Applaus, als sie die Tafel so furchtlos, völlig schwindelfrei in die Höhe hielt:


Natürlich waren wir alle da oben - mehr Fotos gibts hier. Gegen Ende der Fotoserie sieht man ein Foto Richtung Fuji - während der Gondelfahrt war die Sicht in Richtung Fuji-san durch Wolken verdeckt - doch nach dem erholsamen Bad im Onsen, sahen wir ihn, klein, aber doch:

Samstag, 5. September 2009

Rafting bei Tenryu-gawa mit dem Colorado

Das Colorado-Boot ist ein "Renn-Raftingboot". Für die erste Testfahrt waren wir zu sechst - mit von der Party war Katrien. Dazu trafen wir uns am Samstag um 6 Uhr in der Früh bei der Autobahn-Bus-Station Fukakusa - um 10 Uhr war der Treffpunkt irgendwo in der Nagano-Präfektur. Wir Mädels hatten es dann ganz fein und mussten einfach nur warten, bis ein Auto zum Ziel unserer Strecke (ca. 20 km) gebracht wurde.



Nach der Mittagspause gings los - schon gleich nach den ersten 50 Metern wurde uns klar, dass so ein Rennboot, was anderes ist als ein normales Raftingboot - es ließ sich nicht so leicht lenken! Nachdem wir dann noch Seiko bei einer wilderen Welle verloren - natürlich holten wir sie später wieder aufs Boot - entschieden wir uns schon nach 5 Kilometern abzubrechen. Hiro fuhr mit dem Zug zurück zu seinem Auto, holte die anderen zwei ab - Non-san und Social-san - brachte sie zu ihrem Auto, das am Ziel stand und kam wieder zu uns. Viel Aufwand für 5 km!!!

Wir vier hatten am nächsten Tag noch eine schöne Wanderung miteingeplant. Übernachtet haben wir in einer "Tree-hut" (7000 Yen) - es war nicht wirklich eine Holz-Baumhütte - doch eine wirklich praktische Lösung für uns. Wir konnten die Rafting-Ausrüstung waschen, zum Trocknen aufhängen und zum Abendessen unter unsere Hütte sitzen. Katrien und ich kamen uns vor, wie die kleinen Kinder von Seiko und Hiro:



Samstag, 29. August 2009

Fuji-san mit Katrien

Nach einer langen Nacht mit meinem Labor - Takashiyama Beergarden und danach noch 4 Stunden Karaoke - konnten wir uns so richtig erholen, auf der Busfahrt zur 5. Station des Fuji-Berges (2300 m). Ich hatte zuerst die Befürchtung, dass wir mit einer Seniorentour auf den Berg gehen würden, doch es stellte sich heraus, dass die Reisegesellschaft 2 Busse hatte, einen für das ältere und einen für das jüngere Volk!

Abfahrt um 8 Uhr 20, nach mehreren Pausen kamen wir um 17 Uhr an. Zuerst gabs noch ein Abendessen und dann ging es los. In 2er-Reihe dem Bergführer nach, wir tanzten ab und zu aus der Reihe um Fotos zu machen. Gegen 20Uhr 45 kamen wir bei der 7. Station (2700 m) an und hatten von 21:00-0:00 Bettruhe, 2 Leute auf einer Tatami-Liegefläche!


Als Schutz gegen Schnarchgeräusche bekamen wir diese Kleber auf die Nase - wir wunderten uns später, warum die meisten Leute die noch auf der Nase hatten, als wir weitergingen - hilft auch beim Wandern, das Atmen zu erleichtern.

Als wir um Mitternacht aus der Hütte kamen, wurde uns der Andrang auf den Fuji erst richtig bewusst - wir mussten uns mit unserer Gruppe in die Schlange nach oben einschleußen und es ging wirklich langsam vorwärts. Irgendwann bogen wir zur alten 8. Station (3250 m) ab und von dort wanderten wir nicht den normalen Weg im Menschenstau nach oben, sondern den offiziellen Abstiegsweg rauf.


Das war wirklich fein - kein Stau und man konnnte den Blick ins Tal und in den hellen Sternenhimmel geniessen. Wenns über 3000 Meter geht, sollte man nicht so schnell gehen und öfters Pausen machen - unser Bergführer war einfach super, uns kam das ganze gar nicht anstrengend vor.


Umso lustiger war es, die Japaner mit ihren Sauerstoffpumpen zu beobachten ;) Manche von unserer Gruppe waren wohl das erste Mal auf dem Berg und hatten die neueste Ausrüstung an!

Rechtzeitig zum Sonnenaufgang kamen wir oben an (ca. 4:45 Uhr, 3776 m). Mit Worten zu beschreiben, was da oben abging, ist unmöglich!! Schaut euch einfach die Fötelis an: Fuji1, Fuji2 und Fuji3.

Wir hatten oben ca. 1 Stunde Zeit, leider zu wenig Zeit, um um den Krater herumzugehen. Dafür bräuchte man noch eine Stunde. Die Stimmung auf dem Berg, besonders als die Sonne wirklich aufging und alle ein "Ooooooooh..." von sich gaben, war -mmmh- voll japanisch ;)





In 2,5-3 Stunden waren wir wieder beim Bus, auf dem Weg hinunter machten wir viele Fotos und rannten dazwischen über den Sandweg. Ich war gut ausgerüstet mit Kniestütze (mein linkes Knie ist seit dem letzten 3000er etwas beleidigt) und Schmerzmittel, letztere brauchte ich gar nicht!

Um 9 Uhr im Tal, um 10 Uhr 30 fuhr der Bus wieder los, um 11 Uhr 30 saßen wir schon in einem öffentlichen Bad und um 12 Uhr 45 ging die Fahrt nach Kyoto los. Erst um 20 Uhr 45 kamen wir dort an - die Busfahrt war wohl der anstrengendste Teil ;)

Samstag, 22. August 2009

Hozugawa-Rafting

Wir haben 2 neue Rafting-Boote. Eines - das blaue normale Raftingboot aus Taiwan - testeten wir beim Hozu-Fluss bei Kyoto aus. Ab sofort gehöre ich zum Rafting-Club "Non-Smile, Non-Style" - einmal Raften kostet mich 1000 Yen Beitrag fürs Boot und 1000 Yen für die Ausrüstung. Ich bin richtig froh, dass vor allem das Bezahlen der Ausrüstung mal geregelt ist.

Auf dem ersten Foto sieht man Hiro und Seiko beim Aufpumpen. Wir haben eine Luxuspumpe, die über Hiros Auto angetrieben wird ;)


Mitte September machen wir wieder bei einem Rafting-Rennen mit. Da gibt es neben dem normalen Rennen, auch einen Sprungwettbewerb - da werd ich unsere Mannschaft vertreten -allerdings muss ich noch an meinem Sprungstil arbeiten:

Ein anderer Wettbewerb wird sein, das Boot nach einem "Flip" wieder zurückzudrehen, diese Aufgabe wird Seiko übernehmen:

Samstag, 15. August 2009

Yatsu-buchi-no-taki

Zurück in Japan ging es gleich weiter mit Wandern - die "8 Wasserfalltiefen" - so heisst der Wanderweg und ist einfach wunderschön!!!!
Mittlerweile macht mir die Kletterei schon mehr Spass, als normales Wandern - lieber leicht Klettern als schwieriges Wandern - unter diesem Motto ging ich ein paar Stellen lieber rückwärts runter:







Da ich wieder mit dem International Outdoor Club unterwegs war, schrieb ich den Bericht:

Yatsubuchi-no-taki, 14th August 2009
Leader: Dominikus
Participants: Dani, Darren and Martina

Our Saturday morning started with a bus ride at 9:00 from JR station Omitakashima (近江高島) to Kurodani (黒谷) where we started our hike at about 9:30 along the Yatsubuchi-no-taki (八ッ淵の滝) trail. This 14 km long trail takes one up and through “eight deep water falls” and is one of the most exciting and interesting hikes in the Kansai region, as a famous guide book points out. The condition of the ladders, ropes and chains was really good, it looked like the chains had been replaced recently! To pass the river the first time at Shoji-ga-buchi (障子ヶ淵) we had to take off our hiking boots and put them on immediately afterwards to scramble up the rock – this climbing section is indicated to be one-way – upwards – only.


While we were holding the ropes, we observed some Sawanobori (沢登り)-guys, people climbing the waterfalls and swimming with googles under the falling waters – very tempting to go there again and do the same! At 11:00 we made our first stop at the picnic area of Osuribachi (大摺鉢). It is possible to go to this area via another hiking trail from Gulliver Village; this could explain why we saw a lot of families and children playing in the water around this area after passing the somehow thrilling rock. The next section along some brand-new chains brought us to the pool of the most impressive waterfall, the Kibune-ga-buchi (貴船ヶ淵) – there you had to pass the river by balancing over some big rocks – the chain was very helpful there – after that we climbed up to the top of the 50 metres water falls.


We took our time to enjoy the incredible green scenery along the creek at Shichihen-gaeshi-taki (七遍返し淵) and after some more hiking along the Ogasaka-michi through the woods we arrived at 13:00 at Hira Rojji, an old skiing ground for our lunch break. Before and after reaching Shaka-dake (1090m, 14:00) – a mountain peak without any view, we could enjoy beautiful sights to the lake. A little bit annoying were the countless insects buzzing around us but lots of dragonflies invited to take photos! What you go up, you have to go down – a somehow painful experience for the knees of two participants of the hike – we passed Yakeo-dake and Yake-dake (15:20) before reaching the village of Kitakomatsu (北小松) at 16:30. We walked to the lake on our unsuccessful search for ice cream in this area; even the gas station was closed! I was so exhausted from our hike, I immediately felt asleep in the JR Kosei line from Kitakomatsu (17:23) back to Yamashina – where we got our well-deserved ice-cream. Dominikus, thank you very much for organizing and leading such a great trip!
by Martina

Samstag, 8. August 2009

Naafkopf

Nach den Kässpätzle am Vorabend waren wir so müde, dass es um 22 Uhr schon Nachtruhe war. Beste Voraussetzung, um in der Früh, sagen wir mal, relativ früh loszustarten - um 8 Uhr gings los. Die Wettervorhersage machte uns eher Angst, ein Gewitter wollten wir ja nicht auf dem Naafkopf erleben! Daher hiess es Vollgas für unsere Runde, zusammengesetzt aus erfahrenen Wandersleuten sowie eher berg-unerfahrenen Spaziergängern... übrigens waren wir alle illegal in der Gegend - niemand hatte seinen Pass dabei - der Naafkopf (2571 Meter) ist der Grenzpunkt von der Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein und Österreich.


Patrick führte die Runde und als ob es arrangiert wäre - sahen wir zuerst Murmeltiere und nachdem wir an der Pfälzerhütte vorbeiwaren und noch etwas an Höhe gewonnen hatten, sahen wir sie: Steinböcke!!!



Schnell ein Gipfelfoto und gleich wieder runter, das Wetter war noch ok, doch der Regen aus Liechtenstein kündigte sich schon an!!!


Auf diesem Wegstück war der "Gefährlichste Teil - bei dem man nicht das Gleichgewicht verlieren sollte" schon hinter uns - da lässt es sich gut posen: